Manifestieren – Aus der Dualität oder Polarität?


Techniken zum Manifestieren

Da draußen gibt es so viele Konzepte und Praktiken zur bewussten Manifestation. Und da ist ein grundlegendes Verständnis der Funktionsweise des menschlichen Bewusstseins, das viele übersehen, wenn es um dieses Thema geht. Nämlich, ob wir uns aus einer inneren Spaltung heraus manifestieren (= abgetrennte Aspekte des Selbst, die teilweise unbewusst sind, = ein Punkt des inneren Widerstands, = im Grunde aus einem Trauma heraus) oder aus einem integrierten Ort in uns.

Es ist im Grunde der Unterschied zwischen Dualität und Polarität.



Dualität bedeutet schwarz oder weiß, gut oder schlecht, unbedingt ja oder auf gar keinen Fall. Es sind zwei polare Gegensätze, die voneinander getrennt sind.
Wenn wir uns von hier aus manifestieren, dann manifestieren wir aus einem Punkt des inneren Widerstands! Aus einer inneren Trennung heraus. Ein Teil von uns (der bewusste) will etwas wirklich wirklich haben. Und ein anderer (gewöhnlich ein unbewusster) hat schreckliche Angst, dass wir es nie haben werden, oder dass wir es wieder verlieren, wenn wir es einmal haben, oder dass es negative Konsequenzen für uns haben könnte, wenn wir es haben… Es gibt eine negative emotionale Ladung, die mit dem Wunsch verbunden ist, der wir uns gewöhnlich nicht voll bewusst sind oder die wir unterdrücken.

Manifestieren aus der Dualität

Von diesem Punkt aus zu manifestieren bedeutet, dass wir das gewünschte Ergebnis mit jeder Menge Energie und hoch schwingenden Emotionen füttern müssen. Im Grunde müssen wir die negativen (unbewussten) Emotionen, die mit dem gewünschten Ergebnis verbunden sind, mit unserer (bewussten) Positivität wettmachen. Und dennoch nähren wir immer beide Perspektiven (“what we resist persists”; unser Widerstand verstärkt es sogar noch). Und dieser Punkt des Widerstands, der andere Teil von uns, die anderen Energien und Emotionen, werden sich trotzdem in unserer Manifestation widerspiegeln – denn das Gesetz der Anziehung/ Spiegelgesetz betrifft immer alles was wir sind.



Polarität bedeutet Schwarz und Weiß – und alle möglichen Schattierungen dazwischen. Es mag immer noch einen Kontrast geben – aber es gibt keine Spaltung, keine Trennung zwischen den gegensätzlichen Polen. Im menschlichen Sein bedeutet das, mit jedem Ergebnis in Frieden zu sein, jedoch möglicherweise dennoch das eine dem anderen vorzuziehen.

Wenn wir uns von hier aus manifestieren, handeln wir von einem emotional integrierten Ort aus, aus einem Zustand des inneren Friedens und der Erlaubnis. Und gerade weil wir alles zulassen, fließt alles ganz und mühelos. Wir können uns auf das fokussieren was wir uns wünschen, ohne unbewusst das Gegenteil zu nähren (den Punkt des Widerstands). Und weil es keinen Widerstand gibt, reicht oft schon ein kleiner Gedanke oder eine einfache Intention, um die Dinge in Bewegung zu setzen. Das ist der Moment, an dem es wirklich magisch wird!



Was machen wir also mit diesem Verständnis?

Manifestieren aus der Polarität

Beide Ansätze können zwar erstaunliche Veränderungen in der äußeren Realität bewirken und zur Expansion der Persönlichkeit führen, aber sie führen nicht unbedingt beide zu einem echten Gefühl der inneren Erfüllung! Denn wenn wir von einem Punkt des Widerstands heraus erschaffen, nehmen wir diesen Widerstand, diese negative emotionale Ladung, mit uns. – Das ist es was passiert, wenn Menschen die ersehnten Multimillionen gemacht haben und sich immer noch innerlich leer oder im Mangel fühlen. Wenn es sich also wie eine Katastrophe anfühlt, das Gewünschte nicht zu bekommen, kannst du dir sicher sein, dass dies noch nicht das Ende der Geschichte ist 😉


Wenn wir uns jedoch mit dem Widerstand auseinandersetzen und die unangenehmen Gefühle integrieren, finden wir Frieden mit jedem möglichen Ergebnis. Dann werden alle Manifestationspraktiken überflüssig, weil wir die Erfüllung bereits VERKÖRPERN. Und das spiegelt sich dann einfach im Außen wider. Wir öffnen uns dann wirklich für alles und jedes und können so sogar mehr anziehen, als wir uns jemals gewünscht haben!









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